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Hautausschlag bei Allergie

Hautausschlag bei Kindern
Bild: Shutterstock.com/RaDoll

Der Hautausschlag wird in der Medizin als “Exanthem” bezeichnet. Die auftretenden Hautveränderungen sehen ähnlich aus und können nur an einem Ort (lokal) oder am ganzen Körper (generalisiert) auftreten. Als Enanthem werden gleichartige Veränderungen der Schleimhaut in einem Bereich, zum Beispiel dem Mund, bezeichnet. Neben einem Hautausschlag besteht häufig auch eine Hautrötung, die den Fachbegriff “Erythem” trägt. Hautausschläge können unter anderem bei Infektionen, Hauterkrankungen und Allergien auftreten.

Wie kann Ihnen Medlanes helfen?

Sie können sich immer dann an Medlanes wenden, wenn Sie Schmerzen, Symptome oder Beschwerden haben, bei denen Sie ansonsten einen niedergelassenen Arzt konsultieren würden. Unser ärztlicher Notdienst hilft Ihnen bei akuten Beschwerden, steht Ihnen jedoch ebenfalls für regelmäßige Hausbesuche zur Verfügung. Bei Bedarf verschreibt Ihnen der Arzt natürlich auch Medikamente oder stellt Ihnen eine Krankschreibung aus.

Was ist eine Allergie?

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem übermäßig auf einen körperfremden Stoff, der eigentlich völlig ungefährlich ist. Beim ersten Kontakt mit diesem Stoff, dem Allergen, ist noch nicht mit einer heftigen Reaktion zu rechnen. Erst beim erneuten Kontakt tritt die Überempfindlichkeitsreaktion auf. Diese reicht von leichten Symptomen wie Juckreiz und Hautrötung bis zum allergischen Schock mit Herz-Kreislauf-Versagen. Warum manche Menschen auf bestimmte Stoffe allergisch reagieren, ist noch nicht abschließend geklärt. Vermutlich spielen erbliche Faktoren und die Zeit im Mutterleib sowie die ersten Lebensjahre eine Rolle. Kinder, die in den ersten vier Monaten ausschließlich gestillt wurden und häufig zusammen mit anderen Kindern gespielt haben, entwickeln seltener Allergien. Um das Allergie-Risiko eines Kindes zu reduzieren, sollten Schwangere unbedingt Tabakrauch meiden und Probiotika sowie Vitamin D und E einnehmen. Die Einnahme von Breitspektrum-Antibiotika und Paracetamol sollte sowohl in der Schwangerschaft als auch in den ersten Lebensjahren möglichst vermieden werden.

Häufige Allergene:

  • Nahrungsmittel: Nuss, Soja, Schalentiere, Nektarine, Sellerie
  • Insektengifte: Biene, Wespe
  • einatembare Stoffe: Pollen, Latex
  • medizinische Mittel: Penicillin, NSAR, Metamizol, Röntgenkontrastmittel
  • Nickel
  • Duftstoffe
  • Perubalsam

Allergie vom Soforttyp (anaphylaktisch)

Bei einer Typ-I-Allergie (Soforttyp) tritt die Überempfindlichkeitsreaktion beim zweiten Kontakt mit dem Allergen innerhalb von wenigen Sekunden bis 30 Minuten auf. Typische Symptome sind Juckreiz, Wasseransammlungen in der Haut (Ödem), eine laufende Nase, Atemprobleme und Koliken. Die anaphylaktische Reaktion, die zum Schock führen kann, setzt sich aus einem Hautausschlag, Blutdruckabfall, schnellem Puls, Schwindel und Hitzegefühl zusammen. In schweren Fällen kann ein Kreislaufversagen mit Multiorganversagen auftreten.

Kontaktallergie

Die Kontaktallergie führt erst nach einiger Zeitverzögerung zum Hautausschlag. Üblicherweise dauert es zwölf bis 48 Stunden, bis die Haut sich verändert. Häufig bilden sich auf einer geröteten Haut Bläschen oder Papeln. Juckreiz ist ein typisches Begleitsymptom. Im Allergie-Test auf der Haut (Epikutantest) reagieren 20 % der Patienten auf Nickel, 15 % auf Duftstoffe und zehn Prozent auf Perubalsam. Außerdem lösen Chrom und Kobalt oftmals einen allergischen Hautausschlag aus.

Arzneimittelexanthem

Das Arzneimittelexanthem ist ein Hautausschlag, der nach der Einnahme oder dem Auftragen eines Medikaments auftritt. Häufig sind Hautausschläge nach der Einnahme von Penicillinen und Cephalosporinen (Antibiotika) und nach der Einnahme des Schmerzmittels Metamizol (Novaminsulfon, Novalgin). Grundsätzlich kann jedoch jedes Medikament einen Hautausschlag auslösen. Ein Arzneimittelexanthem kann bei unterschiedlichen Personen trotz desselben Medikaments, auf das reagiert wird, ganz unterschiedlich aussehen. Die Reaktion einer einzelnen Person ist jedoch beim gleichen Medikament stets dieselbe.

Wie kann getestet werden, woher der Hautausschlag kommt?

Hautausschläge treten auch bei anderen Erkrankungen, zum Beispiel Infektionen auf. Um festzustellen, ob möglicherweise eine Allergie den Hautausschlag verursacht hat, gibt es mehrere diagnostische Möglichkeiten. Am häufigsten werden der Pricktest und der Epikutantest eingesetzt. Beide Tests sind nur dann sinnvoll, wenn mindestens sieben Tage lang keine Antihistaminika gegen die Allergie eingenommen wurden und aktuell keine allergischen Beschwerden bestehen.

Beim Pricktest werden in Frage kommende Allergene in kleinen Tropfen auf die Haut aufgetragen und anschließend durch den Tropfen in die Haut gepikst, um eine Reaktion auszulösen. Die Reaktion auf das Allergen wird mit Kontrollen abgeglichen, die entweder eine starke Reaktion oder gar keine Reaktion hervorrufen. Der Epikutantest wird auf der Haut des Rückens durchgeführt und testet mögliche Kontaktallergene. In Vaseline befinden sich Testsubstanzen. Mit einem Pflaster werden diese Testsubstanzen überklebt und auf dem Rücken befestigt. Nach 24 bis 48 Stunden wird zum ersten Mal nach möglichen Reaktionen der Haut geschaut. Nach 72 Stunden werden die Ergebnisse zum zweiten Mal überprüft.

Wie wird der Hautausschlag bei Allergie behandelt?

Am wichtigsten ist das sofortige Entfernen des Allergens, soweit möglich. Wenn das Allergen nicht bekannt ist, sollten alle in Frage kommenden Stoffe vermieden werden. Ist der Hautausschlag das einzige Symptom, zum Beispiel bei einer Kontaktallergie, können Salben mit Kortison zum Einfetten des Hautbereichs eingesetzt werden. Eventuell sind zusätzlich Gerbstoffe oder Teer-Destillate als Inhaltsstoffe der Salbe hilfreich. Bei einer anaphylaktischen Reaktion sollte umgehend der Rettungsdienst gerufen werden!

Hautausschläge treten bei vielen Erkrankungen auf und können auch das Symptom einer Allergie sein. Bei einer Allergie ist es sehr wichtig, den verursachenden Stoff herauszufinden, damit dieser in Zukunft gemieden werden kann. Um die allergische Hautreaktion zu behandeln, werden vor allem Glucocorticoide (Kortison) eingesetzt.

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Quellen:

MIAMED Amboss Klinik Arzt-Modus (kostenpflichtiger Arzt-Zugang). Stichworte: Effloreszenz, allergische Erkrankungen, Kontaktallergie, Soforttyp, Anaphylaxie; zuletzt aufgerufen am 07.01.19

Bild: goodluz/Shutterstock.com

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