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Angina oder Scharlach: zwei Infektionserkrankungen im Vergleich

Die Angina tonsillaris kann sowohl durch Viren als auch durch Bakterien ausgelöst werden, wohingegen Scharlach immer von beta-hämolysierenden Gruppe-A-Streptokokken wie Streptococcus pyogenes ausgelöst wird.

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Wie äußern sich Angina und Scharlach?

Angina und Scharlach sind beides häufige Erkrankungen des Kindesalters, vor allem Schulkinder sind betroffen. Gemeinsam sind ihnen die Symptome einer Tonsillopharyngitis (Entzündung der Mandeln und des Rachens), zu denen Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Mundgeruch, Fieber und Kopfschmerzen zählen. Durch das heftige Husten und die Reizung im Rachenbereich können Übelkeit und Erbrechen sowie Bauchschmerzen auftreten. Bei der Angina tonsillaris ist die Verengung des Rachens ein zentrales Problem und kann zu Atembeschwerden führen.

Scharlach äußert sich (bis auf seltene Ausnahmen) zusätzlich durch einen charakteristischen Hautausschlag: Am Kopf, Hals, Stamm, Armen und Beinen zeigt sich ein feinfleckiger Ausschlag. Am deutlichsten ist der Ausschlag in der Leiste und in den Gelenkfalten ausgeprägt. Die hellroten Flecken scheinen über ein bis zwei Tage hinweg zusammenzufließen, bis eine scharlachrote Fläche entsteht. Im Gesicht besteht eine ausgeprägte Wangenrötung und eine Blässe um den Mundbereich herum. Die Zunge erinnert an eine Himbeere oder Erdbeere. Nach weiteren drei bis vier, maximal sieben Tagen blasst der Ausschlag ab. Kurz darauf sinkt das Fieber. Zusätzlich schuppt sich die Haut während der zweiten bis vierten Erkrankungswoche. Um die Diagnose “Scharlach” zu stellen, müssen neben Fieber noch mindestens ein weiteres typisches Zeichen des Hautausschlags festzustellen sein.

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HNO-Beschwerden

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Halsschmerzen einseitig

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Allgemeine Beschwerden

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Augeninfektion

Bauchschmerzen nach dem Essen

Atemwegsinfektionen und Krankheiten

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Dermatologische Beschwerden

Krätze

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Symptome der Angina tonsillaris:

  • Fieber, Kopfschmerzen
  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • Husten, Halsschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • Mundgeruch
  • evtl. Atemwegsbehinderung mit verstärkten Atemgeräuschen
  • Übelkeit bis Erbrechen, Bauchschmerzen

Symptome des Scharlachs:

  • hohes Fieber, Schüttelfrost
  • schneller Herzschlag bis Herzrasen
  • Kopfschmerzen
  • Symptome einer Tonsillopharyngitis: Halsschmerzen, Schluckbeschwerden
  • Lymphknotenschwellung am Hals
  • Wangenrötung mit Blässe um das Munddreieck
  • “Himbeer-” oder “Erdbeerzunge”
  • feinfleckiger Ausschlag, der sich wie Samt oder Sandpapier anfühlt
  • Ausschlag fließt zusammen und wird scharlachrot
  • nach ein bis drei Wochen kleieförmige Schuppung der Haut

Werden Angina und Scharlach unterschiedlich behandelt?

Bei Scharlach ist immer eine Therapie mit Antibiotika angezeigt. Dadurch werden drei Vorteile erzielt: Verkürzung der Dauer der Beschwerden, Verkürzung des ansteckenden Zeitraums, Vermeidung von Komplikationen wie der Post-Streptokokken-Glomerulonephritis. Das Antibiotikum der ersten Wahl ist Penicillin zur oralen Einnahme über sieben Tage. Sollte eine Penicillin-Allergie bestehen, stehen als Alternativen Erythromycinestolat über fünf Tage oder Clindamycin über sieben Tage zur Verfügung. 24 Stunden nach Beginn der antibiotischen Behandlung besteht keine Ansteckungsgefahr mehr! Die zusätzlichen Maßnahmen, die allein der Linderung der Beschwerden dienen, sind teilweise deckungsgleich mit der Behandlung der Angina tonsillaris.

Gegen Fieber und Schmerzen wirken nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Paracetamol oder Ibuprofen. Aufgrund der Gefahr eines Reye-Syndroms (schwere und oft tödliche Funktionsstörung von Leber und Gehirn) ist die Gabe von Aspirin und anderen Acetylsalicylsäure-haltigen Medikamenten an Kinder unter 14 Jahre strikt zu unterlassen! Die Schmerzstillung ist vor allem darum sinnvoll, damit Betroffene genug Flüssigkeit zu sich nehmen. Erkrankte sollten sich außerdem körperlich schonen. Sollte die Nasenatmung durch geschwollene Schleimhäute behindert sein, können abschwellende Nasensprays oder -tropfen eingesetzt werden. Wenn die Mandeln bei Scharlach oder Angina tonsillaris so stark geschwollen sind, dass eine Verlegung der Atemwege droht, kann die Gabe von Glucocorticoiden wie Prednison inhalativ oder in die Vene erwogen werden.

Eine Behandlung mit Antibiotika ist bei einer Angina tonsillaris per se nicht angezeigt! In den meisten Fällen handelt es sich um eine Virus-Infektion, gegen die Antibiotika nicht wirken. Als sehr wohltuend empfinden Patienten feuchte Halswickel, die je nach der persönlichen Präferenz warm oder kalt gewählt werden können.

Post-Streptokokken-Erkrankungen bei Angina und Scharlach

Bei Scharlach handelt es sich immer um eine Erkrankung durch Streptokokken, während diese bei der Angina zwar die häufigsten bakteriellen Erreger sind, aber nur in 15 bis 30 % der Fälle nachgewiesen werden. Eine Post-Streptokokken-Erkrankung entsteht durch das eigene Immunsystem, das aufgrund von bakteriellen Stoffen (vornehmlich M-Protein der Streptokokken) überreagiert und Folgeerkrankungen auslöst. Mögliche Symptome sind Fieber, Gelenkschmerzen und Gelenkentzündungen, zunehmende Ungeschicklichkeit (als Symptom einer Chorea minor Sydenham) und die Post-Streptokokken-Glomerulonephritis, bei der es sich um eine akute Nierenerkrankung handelt.

Diese Glomerulonephritis verläuft bei Kindern meist harmlos, die Hälfte der betroffenen Erwachsenen leidet nach dem akuten Nierenversagen jedoch an einer eingeschränkten Nierenfunktion.

Angina und Scharlach sind ähnliche Erkrankungen und können durch denselben Erreger, Streptococcus pyogenes, ausgelöst werden. Bei einer Angina tonsillaris handelt es sich jedoch viel häufiger um eine Virus-Infektion! Scharlach unterscheidet sich von der Angina vor allem durch den charakteristischen Hautausschlag.

Quellen:

MIAMED Amboss Klinik Arzt-Modus (kostenpflichtiger Arzt-Zugang). Stichworte: Angina, Tonsillitis, Tonsillopharyngitis, Scharlach, Post-Streptokokken-Glomerulonephritis; zuletzt aufgerufen am 11.02.19

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