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ADHS: Ursachen, Symptome & Behandlung

Das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) wird in der Regel spätestens im Grundschulalter auffällig. Für Kinder und Jugendliche lassen sich drei hauptsächliche Anzeichen beschreiben: eine Störung der Aufmerksamkeit sowie Hyperaktivität und Impulsivität.

Symptome

Die Kernsymptome der ADHS – Aufmerksamkeitsstörung, Hyperaktivität und Impulsivität – können von Kind zu Kind unterschiedlich ausgeprägt sein und müssen auch nicht gleichzeitig vorliegen. Beispielsweise kommt es häufig vor, dass sich ein Symptom im Verlauf abschwächt oder verändert, während andere Symptome in ähnlicher Ausprägung bis in das Jugend- oder Erwachsenenalter bestehen bleiben. Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität sind recht allgemeine Merkmale, die nicht nur bei ADHS, sondern auch bei einer Reihe anderer Erkrankungen auftreten können. Auch gesunde Kinder sind hin und wieder unaufmerksam, hyperaktiv oder impulsiv, jedoch im Vergleich seltener und in einer deutlich schwächeren Ausprägung.

Kinder mit ADHS zeigen meist schon in den ersten fünf Lebensjahren Verhaltensauffälligkeiten.

Kinder mit ADHS zeigen meist schon in den ersten fünf Lebensjahren Verhaltensauffälligkeiten.

Im Alltag zeigen sich die Symptome von ADHS in den verschiedensten Situationen und Bereichen. Wir haben die 23 häufigsten Symptome von ADHS für Sie zusammengestellt:

  1. Konzentrationsprobleme
  2. Leichte Ablenkbarkeit
  3. Dinge immer wieder aufschieben
  4. Fehlende Tagesplanung (Arbeit ohne To-Do-Liste)
  5. Unfähigkeit, Prioritäten zu setzen
  6. Innere Unruhe
  7. Starker Bewegungsdrang (z. B. mit Fingern auf Tisch trommeln oder mit Füßen wippen), häufige Änderung der Körperhaltung
  8. Sich schnell angegriffen fühlen
  9. Sehr schnell und sehr heftig emotional aufgewühlt sein/ überreagieren
  10. Unkontrolliertes Handeln (z. B. riskante Fahrweise im Straßenverkehr)
  11. Schnelle und starke Gefühls- und Stimmungsschwankungen
  12. Depressive Stimmungs-Einbrüche mit Gefühlen von Minderwertigkeit, Aussichtslosigkeit und Resignation
  13. Sich schnell gelangweilt und antriebslos fühlen
  14. Mangelnde emotionale Abgrenzung von anderen Menschen
  15. Schlechte Wahrnehmung für eigene Stimmungen, Gefühle und Bedürfnisse
  16. Unregelmäßige Essenszeiten bzw. Essen vergessen
  17. Dinge verlegen, vergessen
  18. Häufiges Zuspätkommen
  19. Vergessen von Terminen/ Verabredungen
  20. Spontane, unüberlegte Einkäufe (ohne Überblick über das Konto)
  21. Unordnung im Haushalt
  22. Wutausbrüche
  23. Wenige Freunde („Keine Zeit für Freunde“)

Ursachen

Nach dem Stand der Wissenschaft entwickeln sich die mit ADHS einhergehenden Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme infolge einer zum Teil veränderten Informationsübertragung im Gehirn. Bei ADHS ist das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn (Neurotransmitter) verändert. Insbesondere Dopamin und Noradrenalin spielen hier eine Rolle. In der Folge kommt es zu einer mangelnden Selbststeuerung und beeinträchtigter Aufmerksamkeit.
Nichtsdestotrotz, ist die wichtigste Ursache für ADHS eine genetische Veranlagung, das heißt ADHS kann „vererbt“ werden.
Neben den genetischen Faktoren spielen auch also äußere Einflüsse bei der Entstehung von ADHS eine Rolle:

  • Frühgeburt
  • Geburtskomplikationen
  • Drogen- und Nikotinkonsum während der Schwangerschaft

Darüber hinaus können bestimmte Faktoren/Aspekte den Verlauf von ADHS negativ beeinflussen bzw. die Symptomatik verstärken:

  • Erhöhter Medien- und Fernsehkonsum
  • Leben in der Großstadt ohne Freiraum, ohne Platz für Bewegung

Auch der Erziehungsstil sowie die Eltern-Kind-Beziehung können für den ADHS-Verlauf von Bedeutung sein.

Behandlung

Heutzutage gibt es effektive Maßnahmen zur Behandlung von ADHS bei Erwachsenen. Dabei stehen verschiedene nicht-medikamentöse und medikamentöse Therapieoptionen zur Verfügung, die einzeln oder in Kombination eingesetzt werden können. Die Behandlungsstrategie stützt sich auf drei Hauptsäulen, die oft miteinander kombiniert werden: Dies sind die Aufklärung und Beratung der Eltern und des Kindes (Psychoedukation), die medikamentöse Therapie und die Psychotherapie.
Ob und welche Therapie bei ADHS im Einzelfall sinnvoll ist, hängt immer auch vom Leidensdruck des Betroffenen ab. Ziel einer Therapie ist im Allgemeinen ein besseres Selbstmanagement und eine leichtere Bewältigung des Alltags. Grundsätzlich ist eine ADHS-Therapie auch ohne Medikamente möglich – bei dieser Frage ist der individuelle Leidensdruck der entscheidende Maßstab.
Im Zusammenhang mit ADHS existieren viele Missverständnisse und falsche Annahmen:

  • Nicht jeder ADHS Betroffene benötigt eine Therapie
  • ADHS ist keine Modeerscheinung
  • ADHS betrifft sowohl Mädchen als auch Jungen
  • ADHS- Medikamente machen nicht süchtig

Wie kann Ihnen Medlanes weiterhelfen?

Ein tätiger Facharzt kann mit verschiedenen Diagnoseverfahren den/die Auslöser Ihrer Beschwerden und Symptome feststellen. Sie können sich jederzeit an uns wenden, wenn Sie medizinische Hilfe benötigen, seien es ärztliche Untersuchungen und Behandlungen im Akutfall oder generelle Vorsorgeuntersuchungen. Unser ärztlicher Notdienst findet für Sie schnell und einfach einen Ansprechpartner der Sie bei sich vor Ort behandelt.
Daxiao Productions/Shutterstock.com

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