Sind Diesel-Abgase gefährlich?
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Autoabgase sind schädlich für die Umwelt und den Menschen. Mehrere tausend Todesopfer werden jährlich durch das Stickstoffdioxid aus dem Dieselauspuff gefordert. Diese Mitteilung wird in den Nachrichten verbreitet. Aber stimmt sie überhaupt? Wie gefährlich sind die Abgase in deutschen Städten wirklich?
Hintergrund ist die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts bezüglich möglicher Diesel-Fahrverbote in den großen deutschen Städten. Der Entschluss steht fest: Das Bundesverwaltungsgericht urteilt, dass deutsche Städte Fahrverbote für Dieselwagen verhängen dürfen.
Was steckt eigentlich dahinter?
Die Abgase von Verbrennungsmotoren sind ein Gemisch einiger Hundert schädlicher Substanzen. Abhängig vom Motortyp und von der Kraftstoffart setzt sich das Schadstoffgemisch unterschiedlich zusammen.
Nach einer EU-Richtlinie, die schon 2010 in Kraft gesetzt wurde, sind maximal 40 Mikrogramm (µg) Stickoxide pro Kubikmeter Luft im Jahresdurchschnitt erlaubt. In Deutschlands großen Städten werden die Werte (Stickoxid-Werte pro Kubikmeter Luft) massiv überschritten. Das gilt nach Informationen des Umweltbundesamtes für 35 deutsche Städte – darunter befinden sich unter anderem Berlin, Frankfurt, Köln, München, Stuttgart und Düsseldorf aber auch kleinere Städte wie Mainz, Wiesbaden oder Darmstadt.
Andere Städte mit hoher Luftverschmutzung haben schon kreative Lösungen gefunden. Stuttgart etwa hat neben einer Straße eine hundert Meter lange Mooswand gebaut, die Feinstaub und Stickoxide binden soll und Berlin will Tempo 30 auf Hauptstraßen anordnen, um Abgase zu reduzieren.
Folgen
Eine hohe Stickoxid-Belastung greift die Atemwege und das Herz-Kreislauf-System an. Die EU führt jährlich rund 400 000 vorzeitige Todesfälle in der gesamten Union auf die Schadstoffe zurück, die vor allem von Diesel-Fahrzeugen aber auch von Heizungen und Industrieanlagen in die Luft geblasen werden.
Das Autoabgase schädlich für die Umwelt und den Menschen sind, dessen sind wir uns bewusst. Werden Abgase direkt und/oder in großen Mengen eingeatmet, können sie zu Vergiftungserscheinungen führen, die sogar tödlich enden können.
Einige Schadstoffe im Detail
Kohlenmonoxid (CO)
Kohlenmonoxid heftet sich an die roten Blutkörperchen und verringert deren Fähigkeit Sauerstoff zu transportieren. Die Folgen sind: Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff, Steigerung der Herzfrequenz, durch die wiederum Atemprobleme, Husten und ein allgemein erhöhtes Risiko des Herz-Kreislauf-Systems auftreten.
Blei
Eine Bleivergiftung entsteht insbesondere beim Einatmen bleihaltiger Dämpfe oder Stäube z.B. durch Abgase. Bleiablagerungen im Körper können zu Störungen führen. Bleivergiftungen zeichnen sich durch Kopf- und Gliederschmerzen, schwere Bauchkrämpfe sowie Abgeschlagenheit aus. Zusätzlich kann es zu Herzrhythmusstörungen, Herzschwächen und Herzinfarkten kommen. Des Weiteren treten durch die Schädigung des Nervensystems und des Gehirns Symptome wie Desorientierung, Kopfschmerzen, Aggressivität, Überaktivität oder Schlaflosigkeit auf.
Benzol
Benzol ist eine organische, chemische Verbindung, die im Benzin für Kraftfahrzeuge enthalten ist – mit einem aromatischen Geruch. Benzol ist krebserregend. Auch in geringer Konzentration ist Benzol nicht unbedenklich, da dieser Stoff, bzw. dessen Abbauprodukt, im menschlichen Körper Krebs erzeugen kann. Benzol kann das Blutbild verändern und Krebs hervorrufen, wie zum Beispiel Leukämie. Bei langfristiger Aufnahme führt Benzol zu Schädigungen der inneren Organe und des Knochenmarkes.
Ruß
Die mikroskopisch kleinen Rußteilchen gelangen über die Atemwege in die Lunge. Die Rußpartikel lagern sich in der Lunge ab und können zu Bronchitis und Lungenkrebs führen. Zusätzlich können die winzigen Staubpartikel das Herz unregelmäßig schlagen lassen und aus dem Takt bringen
Stickoxide
Die hohen Temperaturen des Motors verbrennen den in der Luft enthaltene Stickstoff und verbinden sich mit dem Sauerstoff zu Stickstoffoxid. Stickstoffoxide sind starke Atemgifte, die vor allem bei Kindern großen Schaden anrichten können. Bei Kindern reichen kleinste Mengen an Stickoxiden im Körper, um zu einer Zunahme an Atemwegserkrankungen und Infekten zu führen.
Fazit: Besonders viel Stickoxid emittieren Dieselmotoren, weil der Kraftstoff dort bei höheren Temperaturen verbrennt als im Benziner. Stickoxide fördern Erkrankungen wie Asthma, Allergien und Herzkreislauferkrankungen. Besonders gefährdet sind dabei ältere Menschen und Kinder. Das Umweltbundesamt sieht es so: “Bessere Luft gibt es nur, wenn alte Diesel gegen wirklich saubere Autos getauscht werden. Das sind vor allem Benziner oder Elektroautos.” Eine Studie in Brasilien hat gezeigt, dass Menschen länger leben, wenn die Feinstaubbelastung abnimmt.
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