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So helfen sie Ihrem Kleinkind bei Durchfall

Je jünger das Kind, desto gefährlicher kann Durchfall sein!

Durchfall bei Kindern ist nicht nur unangenehm – er kann auch gefährlich sein: besonders, je jünger das Kind und je größer der Flüssigkeitsverlust ist. Deshalb sollten Eltern wissen, was dann zu tun ist.
Durchfall kommt bei Kindern in den ersten drei Lebensjahren häufiger vor, denn Kleinkinder haben mehr Flüssigkeit im Körper als Große. Die Ursachen für Durchfall im jungen Alter sind ganz unterschiedlich. Einmaliger Durchfall ist kein Grund zur Panik. Allerdings ist es wichtig, das Kind genau zu beobachten: Insbesondere beim Baby kann anhaltender Durchfall sehr schnell zu Flüssigkeitsverlust führen – und das kann lebensgefährlich werden.

Ursachen für Durchfall

Hat Ihr Kind Durchfall, ist es wichtig, es genau zu beobachten.

Hat Ihr Kind Durchfall, ist es wichtig, es genau zu beobachten.

Die Umstellung von Muttermilch auf feste Nahrung stellt eine große Herausforderung für den Verdauungstrakt des Kleinkindes dar. Daher kann auch eine Unverträglichkeit gegen Bestandteile der Beikost die Ursache für Durchfall sein. Durch die Nahrungsmittelumstellung kann es schnell passieren, dass der überforderte Darm auf ein neues Lebensmittel mit Durchfall oder Verstopfung reagiert.
Eine häufige Ursache für Durchfallerkrankungen sind durch verschiedene Viren und Bakterien ausgelöste Darminfektionen. Krankheitserreger wie Rotaviren oder Noroviren können Durchfall auslösen. Jedoch kann Durchfall genauso gut eine Begleiterscheinung von anderen Krankheiten wie Ohrenentzündungen sein. Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts empfiehlt die Impfung gegen Rotaviren in den ersten sechs Lebensmonaten.
Durchfall beim Baby erkennen Eltern an den folgenden Symptomen:

  • Der Stuhl ist schleimig und übelriechend
  • Der Stuhlgang erfolgt häufiger als üblich
  • Das Baby verliert an Gewicht, wirkt müde oder quengelig
  • Sind Krankheitserreger die Ursache, hat das Baby meistens auch Fieber

Wichtig: Im Zweifelsfall und bei Begleitsymptomen wie krampfhaften Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber immer zum Kinderarzt gehen. Ebenso sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden, wenn mehrere, voluminöse oder stark wässrige Stühle über einen Tag auftreten.

Was tun gegen Durchfall bei Kindern?

Bei Durchfall verliert der Körper viel Flüssigkeit. Je jünger ein Kind ist, desto schneller kann der Flüssigkeitsverlust lebensbedrohlich werden. Deshalb sollten Säuglinge auf jeden Fall weitergestillt werden. Auch Babys, die Säuglingsnahrung aus der Flasche oder schon Beikost erhalten, sollten am besten ganz normal weitergefüttert werden, wenn kein Verdacht besteht, dass der Durchfall auf eine Nahrungsunverträglichkeit zurückzuführen ist.
Studien haben gezeigt, dass sich die Darmflora bei normaler Ernährungsweise am besten regeneriert. Bei älteren Kindern kann es sinnvoll sein, eine Esspause von vier bis sechs Stunden einzulegen, sodass sich der Darm wieder beruhigen kann. Anschließend sollte mit Schonkost begonnen werden. Zur Schonkost gehören vor allem Weißbrot, Zwieback, mit Wasser zubereiteter Haferbrei, Bananen und Äpfel.
Achtung: Viel wichtiger als Essen ist es ausreichend zu trinken. Bei Durchfall verliert der Körper in relativ kurzer Zeit viel Flüssigkeit und mit ihr wertvolle Mineralstoffe. Den Flüssigkeitsverlust kann das Kind nur durch ausreichend Trinken wieder ausgleichen. Ein Löffel Traubenzucker im Getränk liefert zwar wichtige Energie, kann aber den Durchfall verstärken, weil Zucker im Darm Wasser bindet. Am besten eignet sich für das Auffüllen des Flüssigkeit Haushaltes eine Elektrolytlösung aus der Apotheke. Elektrolyte enthalten lebenswichtige Salze, die den Mineralstoffhaushalt bei Durchfall wieder auffüllen. Haben Eltern gerade keine Elektrolytlösung im Haus, helfen auch:

  • Stilles Wasser
  • Kamillen- oder Fencheltee mit einer Prise Salz

Beim Baby oder Kleinkind sollte die zusätzliche Flüssigkeit in kurzen Abständen mit dem Löffel verabreicht werden. Schwarzer Tee, der lange gezogen hat und anschließend stark verdünnt wird, wirkt Durchfall ebenfalls entgegen, weil die Gerbstoffe die Darmschleimhaut beruhigen.

Wann zum Arzt?

Meist zeigt sich durch die oben genannten Maßnahmen schon bald Besserung. Bei bestimmten Symptomen oder Umständen sollten Sie mit Ihrem Kind allerdings unverzüglich die kinderärztliche Praxis aufsuchen:

  • Wenn Sie Ihr Kind stillen und die Stuhlfarbe des Kindes Weiß ist
  • Wenn es Ihnen nicht gelingt, Ihr Kind zum Trinken zu bewegen
  • Wenn Brechdurchfall auftritt (eine Kombination aus Durchfall und Erbrechen)
  • Wenn das Kind hohes Fieber bekommt und/oder gleichzeitig Bauchschmerzen hat
  • Wenn die Bauchdecke sehr angespannt ist
  • Wenn der Durchfall bei Säuglingen seit sechs Stunden, beim Kleinkind seit zwölf Stunden und beim Schulkind seit 18 Stunden anhält

Wie kann Ihnen Medlanes weiterhelfen?

Der kinderärztliche Notdienst von Medlanes bietet sowohl Privatpatienten als auch Selbstzahlern die Möglichkeit, im Bedarfsfall auf die schnelle und unkomplizierte Hilfe eines auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin erfahrenen Arztes zurückzugreifen. Rund um die Uhr (je nach Auslastung der Ärzte) und an 7 Tagen pro Woche stehen Ihnen Medlanes’ Mediziner zur Verfügung, um ihre jungen Patienten im Wege eines Hausbesuches zu betreuen.
Bild: George Rudy/Shutterstock.com

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