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Eingewachsener Fingernagel

Sie können sich immer dann an Medlanes wenden, wenn Sie Schmerzen, Symptome oder Beschwerden haben, bei denen Sie ansonsten einen niedergelassenen Arzt konsultieren würden. Bild: Shutterstock.com/S.Dashkevych

Der eingewachsene Fingernagel wird von Medizinern als “Unguis incarnatus” oder als “Onychokryptose” bezeichnet. Von der Erkrankung sind meistens Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 25 Jahren betroffen. Häufiger als die Fingernägel neigen die Fußnägel dazu, in die umliegende Haut einzuwachsen. Besonders die Großzehe wird oft zum Unguis incarnatus. Im Folgenden erfahren Sie, warum und auf welche Weise ein eingewachsener Fingernagel behandelt werden kann.

Wie kann Ihnen Medlanes helfen?

Sie können sich immer dann an Medlanes wenden, wenn Sie Schmerzen, Symptome oder Beschwerden haben, bei denen Sie ansonsten einen niedergelassenen Arzt konsultieren würden. Unser ärztlicher Notdienst hilft Ihnen bei akuten Beschwerden, steht Ihnen jedoch ebenfalls für regelmäßige Hausbesuche zur Verfügung. Bei Bedarf verschreibt Ihnen der Arzt natürlich auch Medikamente oder stellt Ihnen eine Krankschreibung aus.

Wie kommt es zu eingewachsenen Fingernägeln?

Manche Grunderkrankungen wie die Skleronychie, Zangennägel und subunguale Exostosen erhöhen das Risiko für das Einwachsen des Fingernagels in die umgebende Haut. Bei der Skleronychie handelt es sich um eine erworbene oder angeborene Störung des Nagelwachstums, wodurch sehr dicke, harte und gelb gefärbte Nägel entstehen, die sich vom Nagelbett ablösen. Zangennägel (“pincer nails”) treten häufiger bei Frauen am Daumen oder an der Großzehe auf und beschreiben eine Wachstumsstörung, bei der sich der Nagel so verbiegt, dass er das Nagelbett wie eine Zange umfasst und zusammendrückt. Dabei können starke Schmerzen auftreten. Subunguale Exostosen bezeichnen Auswüchse des unter dem Nagel befindlichen Knochens.

Insgesamt entwickelt sich eher bei Männern ein eingewachsener Fingernagel und ist neben Veranlagung auf nicht ausreichende oder falsche Nagelpflege zurückzuführen. Menschen, die zu eingewachsenen Fingernägeln neigen, leiden gleichzeitig oftmals an Diabetes Mellitus oder übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose) oder nehmen bestimmte Medikamente wie Retinoide ein.

Warum sollte ein eingewachsener Fingernagel behandelt werden?

Ein eingewachsener Fingernagel ist nicht nur kosmetisch störend, sondern stellt ein großes Risiko für eine schmerzhafte Nagelentzündung dar. Durch die defekte Haut können Bakterien wie Staphylokokken und Streptokokken sowie Pilze eindringen und eine Paronychie (Entzündung des Nagelwalls) auslösen. Die Paronychie kann sich auf die umliegende Haut ausbreiten und mit deutlicher Eiterbildung einhergehen, was als Panaritium bezeichnet wird. Diese Entzündungen können so schmerzhaft sein, dass selbst leichteste Berührungen größte Schmerzen auslösen.

Wie lässt sich ein eingewachsener Fingernagel selbst behandeln?

Ist der Fingernagel noch nicht zu tief eingewachsen, helfen Tapeverbände, desinfizierende Lösungen und Salben (zum Beispiel Albothyl), Polsterung und Wasserbäder. Für einen Tapeverband wird ein festklebendes Pflaster benötigt, dass so aufgeklebt wird, dass der Nagelwall vom Nagel weggezogen wird. Der Klebestreifen sollte alle zwei Stunden gewechselt werden. Für eine Polsterung kommen beispielsweise kleine Mullstreifen in Frage, die mit Jod-Salbe bestrichen wurden. Überschüssiges Gewebe lässt sich mit einem Silbernitrat-Stift (Höllenstein-Ätzstift) oder Bädern mit Kernseife, Kamille oder ein prozentiger Kaliumpermanganat-Lösung entfernen. Gegen Infektionen helfen lauwarme Wasserbäder mit Bittersalz, Teebaumöl oder Wasserstoffperoxid.

Mittlerweile sind auch Nagelkorrekturspangen erhältlich, die mindestens zwei bis drei Monate getragen werden müssen und über einen Federstahldraht die Nagelränder anheben.

Hausmittel gegen eingewachsene Fingernägel

  • Tapeverband
  • Polsterung
  • Höllenstein-Ätzstift
  • Wasserbäder mit Zusätzen

Wie wird ein eingewachsener Fingernagel operiert?

Wenn der Fingernagel zu tief eingewachsen ist, sollte der Nagel operativ gerichtet werden. Das übliche Verfahren besteht in der Emmert-Plastik. Bei diesem Verfahren wird das seitliche Nageldrittel keilförmig ausgeschnitten. Die Entfernung erfolgt bis auf die Knochenhaut, um zu verhindern, dass verbleibendes Nagelbettgewebe einen Nagelsporn ausbildet. Anschließend kann der übrige Nagel an den Nagelwall angelegt werden. Bei einer Entzündung wird das Operationsgebiet jedoch zunächst offen gelassen und es werden Antibiotika eingesetzt. Die Operation findet in lokaler Betäubung statt. Der nachwachsende Nagel sieht nach der Operation anders aus als der ursprüngliche Nagel.

Um diese Veränderung zu vermeiden, kann auf ein neueres Verfahren zurückgegriffen werden. Hierbei wird die Nagelplatte wiederholt ausgedünnt und eingewachsene Nagelränder mehrfach abgeschliffen. Zudem bleibt der Patient während dieser Behandlung stets arbeitsfähig.

Gibt es vorbeugende Maßnahmen?

Die regelmäßige Nagelpflege ist wichtig, um das Einwachsen von Nägeln zu vermeiden. Die Hygiene sollte jedoch auch nicht übertrieben werden. Schneiden Sie Nägel nicht zu kurz ab und feilen Sie die seitlichen Ränder am besten nur ab. Das runde Kürzen der Nägel erhöht das Risiko für eingewachsene Nägel. Hautverletzungen, Nagelpilz und das Nägelkauen stellen weitere Risiken dar und sollten vermieden beziehungsweise behandelt werden.

Eingewachsene Nägel sehen nicht nur unschön aus, sondern gehen mit einem Risiko für äußerst schmerzhafte Nagelentzündungen einher. Darum sollte eine Onychokryptose stets behandelt werden! Wenn die Behandlung mit Verbänden, Wasserbäder oder Nagelspangen nicht mehr ausreicht, ist eine Operation notwendig, um das Nagelwachstum zu korrigieren.

Quellen:

MIAMED Amboss Klinik Arzt-Modus (kostenpflichtiger Arzt-Zugang). Stichworte: Unguis incarnatus, Emmert-Plastik; zuletzt aufgerufen am 10.01.19

https://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/dermatologie/unguis-incarnatus-4123; zuletzt aufgerufen am 10.01.19

https://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/dermatologie/pincer-nail-3090; zuletzt aufgerufen am 10.01.19

https://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/dermatologie/skleronychie-3726; zuletzt aufgerufen am 10.01.19

https://flexikon.doccheck.com/de/Unguis_incarnatus; zuletzt aufgerufen am 10.01.19

https://derma.plus/journal/eingewachsene-naegel/; zuletzt aufgerufen am 10.01.19

https://www.apotheken.de/krankheiten/4640-eingewachsener-nagel; zuletzt aufgerufen am 10.01.19

Bild: Shutterstock/Africa Studio

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