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Nächtliche Magenschmerzen

Nächtliche Magenschmerzen

Magenschmerzen in der Nacht hat vermutlich jeder schon einmal verspürt. Eventuell bestand zusätzlich Übelkeit und Erbrechen. In den meisten Fällen handelt es sich zwar um unangenehme, aber harmlose Beschwerden, die einfach behandelt werden können.

Was sind mögliche Ursachen für Magenschmerzen, die nachts auftreten?

Magenschmerzen in der Nacht sind häufige Beschwerden, die in jedem Alter auftreten können. Während bei Kindern eher zu viel Säure, Infektionen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten ursächlich sind, verursachen Schleimhautentzündungen, Fehlernährung, Schwangerschaft und Übergewicht bei Erwachsenen häufig die Schmerzen. Gelegentlich auftretende Magenschmerzen sind nicht krankhaft und können mit Hausmitteln wie Fencheltee oder Wärme behandelt werden. Bei regelmäßig auftretenden Beschwerden sollte ein Arzt konsultiert werden.

Häufige Ursachen

– Refluxkrankheit

– Entzündung der Magenschleimhaut

– Magen-Darm-Grippe

– Nahrungsmittelunverträglichkeit

– Reizmagen-Syndrom

Warum leiden Kinder oft an Magenschmerzen in der Nacht?

Gerade Kinder klagen häufig über Magenschmerzen, die nachts plötzlich auftreten. Begleitsymptome sind unter anderem Völlegefühl, Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen. Jüngere Kinder neigen noch dazu, zu viel zu essen – weil es so gut schmeckt. Meistens enthalten diese Lieblingsspeisen jedoch viel Fett und Zucker, was die Säureproduktion im Magen erhöht. Zusätzlich kann die durch die üppige Mahlzeit gespannte Magenwand Schmerzen verursachen, die in Ruhe deutlich bemerkt werden. Bei älteren Kindern schlägt die Psyche oftmals auf den Magen, vor allem Stress und Angst verursachen Bauchweh. Daher kann es lohnenswert sein, Kinder nach Ärger mit Mitschülern oder Lehrern oder anstehenden Klassenarbeiten zu fragen.

Bei Säuglingen mit anhaltenden Schreiattacken nach den Mahlzeiten handelt es sich meistens um Dreimonatskoliken. Am schlimmsten sind die Attacken um die sechste Lebenswoche und klingen bis zum Ende des dritten Lebensmonats von selbst ab. Woher die Dreimonatskoliken kommen, ist noch nicht abschließend geklärt. Vermutet werden zu große Trinkmengen, das Verschlucken von Luft oder zu viel Gas im Bauch. Eine medizinische Behandlung ist nicht notwendig. Sollten Säuglinge jedoch Blut im Stuhl haben, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden! Es handelt sich möglicherweise um eine Darminvagination, die schnellstmöglich behandelt werden muss!

Wie können nächtliche Magenschmerzen selbst behandelt werden?

Die letzte Tagesmahlzeit sollte klein und leicht ausfallen und wenig Fett und Zucker, dafür aber mehr Eiweiß enthalten. Zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen sollte ausreichend Zeit vergehen. Hilfreich ist das Schlafen mit leicht erhöhtem Oberkörper. Auf Alkohol vor dem Schlafen sollte verzichtet werden, ebenso ist ein Rauchstopp empfehlenswert. Bei akuten Beschwerden kann eine auf den Oberbauch gelegte Wärmflasche Linderung verschaffen.

Refluxkrankheit

Rund zehn bis 20 % der Bevölkerung leiden regelmäßig daran, dass Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt, was als “Reflux” bezeichnet wird. Gelegentlicher Reflux, beispielsweise nach dem Verzehr von fettigen Speisen oder nach dem Genuss von Wein, kommt auch bei Gesunden vor und hat keinen Krankheitswert. Anfällig für eine Refluxkrankheit sind Schwangere, Übergewichtige, Raucher und Menschen, die viel Kaffee oder Alkohol trinken oder dauerhaft gestresst sind.

Problematisch an der Refluxkrankheit ist, dass die Magensäure die Schleimhaut der Speiseröhre angreift. Besteht über Jahre hinweg Reflux, verändert sich die angegriffene Schleimhaut, um widerstandsfähiger zu sein. Bezeichnet wird dies als Barrett-Metaplasie. Die umgewandelte Schleimhaut birgt ein gewisses Risiko, zu Krebs zu entarten. Daher sollten bei bekannter Barrett-Metaplasie regelmäßige Kontrolluntersuchungen erfolgen, um eingreifen zu können, bevor sich ein Speiseröhrenkrebs entwickelt.

Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

Eine Gastritis kann durch ein fehlgeleitetes Abwehrsystem (autoimmun), durch Medikamente und Giftstoffe oder durch Krankheitserreger ausgelöst werden. Zunächst kann die Einnahme von Protonenpumpen-Inhibitoren wie Pantoprazol oder Omeprazol versucht werden. Meist hören die Magenschmerzen dadurch auf.

Oftmals handelt es sich bei dem Verursacher der Gastritis um das Bakterium Helicobacter pylori. Das Bakterium vermehrt sich auf der Magenschleimhaut und bringt die Schleimhautzellen dazu, weniger schützenden Schleim zu produzieren. Die zusätzliche Reizung durch das Bakterium führt zu einer erhöhten Säureproduktion, um den Eindringling loszuwerden. Helicobacter pylori umgibt sich jedoch mit einer Schutzschicht, sodass die Säure ihm nichts anhaben kann. Stattdessen werden die Schleimhautzellen des Magens durch die Säure geschädigt! Die Anwesenheit des Bakteriums lässt sich durch einen Atemtest, Antikörper im Blutserum oder im Rahmen einer Magenspiegelung mit Probeentnahme nachweisen. Bekämpft wird das Bakterium durch eine Kombinationstherapie aus Protonenpumpen-Inhibitoren und Antibiotika. Nach vier bis sechs Wochen wird kontrolliert, ob die Bakterien vollständig vernichtet wurden.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Bei anhaltenden Beschwerden sollte ein Arzt konsultiert werden. Zudem ist eine Abklärung zu empfehlen, wenn der Stuhlgang schwarz ist oder sich Blut im Stuhl befindet.

Magenschmerzen sind ebenso häufig wie harmlos. Bei anhaltenden Beschwerden sollten jedoch die Ursachen abgeklärt werden, um gegebenenfalls eine medizinische Behandlung einzuleiten.

Quellen:

MIAMED Amboss Klinik Arzt-Modus (kostenpflichtiger Arzt-Zugang). Stichworte: Gastroösophageale Refluxkrankheit, Chronische Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Darminvagination (Intussuszeption); zuletzt aufgerufen am 05.01.19

https://www.mutter-kind-gesundheit.de/kindergesundheit/krankheiten/magen-darm/magenschmerzen/nachts/; zuletzt aufgerufen am 05.01.19

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