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Tastbar vergrößerte Lymphknoten am Hinterkopf: Woher sie kommen und was getan werden kann

Wie kann Ihnen Medlanes helfen?

Sie können sich immer dann an Medlanes wenden, wenn Sie Schmerzen, Symptome oder Beschwerden haben, bei denen Sie ansonsten einen niedergelassenen Arzt konsultieren würden. Unser ärztlicher Notdienst hilft Ihnen bei akuten Beschwerden, steht Ihnen jedoch ebenfalls für regelmäßige Hausbesuche zur Verfügung. Bei Bedarf verschreibt Ihnen der Arzt natürlich auch Medikamente oder stellt Ihnen eine Krankschreibung aus.

Was sind Lymphknoten?

Lymphknoten sind kleine bohnenförmige Knötchen, die wenige Millimeter bis etwa 1,5 cm lang sein können. Sie sind Teil des körpereigenen Abwehrsystems und filtern die Lymphe, bei der es sich um eine Flüssigkeit handelt, die im Bereich der Blut-Kapillaren aus dem Blutkreislauf austritt. Lymphe enthält Fette, Faktoren der Blutgerinnung, Eiweiße und Zellen des Immunsystems. Die Abwehrzellen durchforsten den Körper ununterbrochen nach Fremdkörpern und Eindringlingen.

In den Lymphknoten sitzen “Fresszellen”, die Bakterien, bösartige (Krebs-)Zellen, kleine Fremdkörper und von Viren infizierte Körperzellen auffressen. Das Immunsystem wird aktiviert, wenn ein sogenanntes Antigen präsentiert wird. Es bilden sich daraufhin schlagartig zahlreiche, speziell auf das Antigen eingestellte Abwehrzellen. Durch die Aktivierung im Lymphknoten schwillt dieser an, was sich bei oberflächlich gelegenen Lymphknoten deutlich tasten lässt.

Tastbare Lymphknoten am Hinterkopf: ein Überblick

Die Lymphknoten am Hinterkopf filtern die Lymphe, die im Bereich der Kopfhaut entsteht. Wenn die Kopfhaut von einem Krankheitserreger, zum Beispiel einem Bakterium oder einem Pilz, infiziert wurde, werden die Antigene in den Lymphknoten präsentiert und passende Antikörper und Abwehrzellen gebildet. Hierunter schwellen die Lymphknoten an und lassen sich als verschiebliche, prall elastische Knötchen tasten.

Lässt sich im Bereich der Kopfhaut keine Entzündung entdecken, können geschwollene Lymphknoten auch auf zwei Kinderkrankheiten hindeuten: Masern und Röteln. Durch Impfungen sind diese Erkrankungen zum Glück selten geworden.

Mögliche Ursachen:

    • Infektion der Kopfhaut
    • Masern
  • Röteln

Masern – eine höchst ansteckende Virus-Infektion

Das Masernvirus kann von Mensch zu Mensch über eine Entfernung von wenigen Metern auch bei nur kurzem Kontakt übertragen werden. Nach acht bis zehn Tagen entwickeln Infizierte ähnliche Symptome wie bei einer Erkältung, kurz darauf bilden sich häufig am weichen Gaumen dunkelrote Flecken, die als Koplik-Flecken bezeichnet werden. Drei bis sieben Tage nach den grippeähnlichen Symptomen erscheint ein großfleckiger Ausschlag, der meistens zuerst hinter den Ohren auftaucht. Die Lymphknoten am Hinterkopf schwellen an, um das Masernvirus zu bekämpfen. Die Masernviren haben jedoch die Fähigkeit, das gesamte Immunsystem zu schwächen, sodass in der Folge Hirnentzündungen, Mittelohrentzündungen und Lungenentzündungen begünstigt werden. Gefürchtet ist die unheilbare und immer tödliche Spätfolge: die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE). Die SSPE tritt zwei bis zehn Jahre nach der Infektion auf und beschreibt eine fortschreitende Entzündung des Gehirns mit Zerstörung der weißen Hirnsubstanz. Betroffen sind zumeist Kinder, die anfangs durch Verhaltensauffälligkeiten und Schulversagen symptomatisch werden. Im Endstadium fallen die Kinder ins Koma. Der beste Schutz vor dem Masernvirus und der Erkrankung ist die Impfung!

Röteln – zumeist harmlos, nur nicht in der Schwangerschaft

Bei den Röteln handelt es sich um eine Viruserkrankung, die am häufigsten Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren betrifft. Da der Mensch der einzige Wirt des Virus ist, es also keine Tiere befällt, könnte das Rötelnvirus mittels Impfung der ganzen Bevölkerung vollständig ausgelöscht werden. Bei den infizierten Kindern verlaufen die Röteln wie eine Erkältung mit etwas erhöhter Körpertemperatur, Schnupfen sowie Kopf-, Glieder- und Gelenkschmerzen. Ganz typisch sind tastbare Lymphknoten am Hinterkopf und hinter den Ohren. Ein paar Tage nach Einsetzen dieser Symptome bildet sich ein hellroter, feinfleckiger Ausschlag, der nach drei Tagen wieder verschwindet.

Was die Röteln so gefährlich macht, ist ihre Wirkung auf Ungeborene. Gerade zu Beginn der Schwangerschaft, im ersten Trimenon, ist das Risiko hoch, dass eine infizierte Schwangere das Virus auf das ungeborene Kind überträgt. Durch die Übertragung kann es zur Fehlgeburt oder zur schweren Schädigung des Kindes kommen. Kommt es nicht zur Fehlgeburt, wird das Kind mit Innenohrtaubheit, Grauem Star, Herzfehler, zu kleinem Gehirn (Mikrozephalie) und geistiger Behinderung geboren. Daher wird werdenden Müttern, die sich vor Ende der zwölften Schwangerschaftswoche mit dem Rötelnvirus infizieren, empfohlen, eine Abtreibung vornehmen zu lassen.

Schwellen die Lymphknoten wieder ab?

Bei gutartigen Erkrankungen wie Infektionen mit Viren, Bakterien oder Pilzen verschwindet die Schwellung nach ein paar Tagen bis Wochen wieder. Sollte die Schwellung bestehen bleiben und sich der Lymphknoten derb anfühlen und sich auch nicht verschieben lassen, könnte auch eine bösartige Erkrankung dahinterstecken. Betroffene sollten sich bei ihrem Arzt vorstellen und erzählen, wie lange die Schwellung bereits besteht. Falls notwendig kann der Arzt weitere Untersuchungen vornehmen oder anordnen lassen.

Wesentlich häufiger entstehen Lymphknotenschwellungen aufgrund von akuten Infektionen mit Krankheitserregern. Im Grunde zeigt die Schwellung nur an, dass das Immunsystem arbeitet.

Quelle:

MIAMED Amboss Klinik Arzt-Modus (kostenpflichtiger Arzt-Zugang). Stichworte: Lymphknoten, Rubella, Masern, konnatale Röteln, Dermatophytosen; zuletzt aufgerufen am 04.01.19

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